Diversität in der IT-Personalberatung - Emily Heap (Business Managerin Büro London)

Computer Futures hat in den über 25 Jahren, in der Sie in der IT Branche tätig sind, gewaltigen Wandel erlebt. Nicht nur die Technologie im Geschäft und bei den Verbrauchern hat sich in atemberaubendem Tempo weiterentwickelt, es fanden auch riesige Veränderungen bei der Diversität in der Personalberatungsbranche statt.

Eine Branche, die einmal als in hohem Grade männlich orientiert angesehen wurde, öffnet sich zunehmend für Frauen. Und obwohl dieses Stigma stellenweise durchaus noch vorkommen mag, gibt es keinen Zweifel, dass das zunehmende Bewusstsein für Diversität am Arbeitsplatz sich positiv auf Frauen in der Personalberatung im Technologiebereich ausgewirkt hat. Dabei hat Computer Futures mit voller Überzeugung eine führende Rolle übernommen.

Ein schönes Beispiel hierfür ist die derzeitige Business Managerin des Londoner Büros von Computer Futures, Emily Heap. Indem wir uns mit ihr zusammengesetzt haben, um Diversität aus ihrer Perspektive zu verstehen, erhielten wir einen phantastischen Einblick in die schnell zunehmende Diversität in der Technologie-Personalberatung und worauf es ankommt, wenn man erfolgreich sein möchte.

Der erste Schritt

Der Weg von Emily Heap begann bei SThree bei einem Gruppeninterview. Es war das erste Mal, dass sie an einem Gruppeninterview teilnahm, und das erste Mal, dass sie sich vor einem Gremium darstellte. Ihr war klar, dass sie keinerlei Business Erfahrung hatte, aber sie hatte ein Ziel und war entschlossen, die Stelle zu bekommen und sich selbst zu beweisen, dass sie diese Angst überwinden könne.

Einige Kandidaten verließen das Gruppeninterview vor der Mittagspause, aber Emily Heap hielt durch. Obwohl sie bei einigen der ersten Gruppenaufgaben die niedrigste Punktzahl erreicht hatte, war sie bei der Aufgabe nach der Mittagspause in der Lage, ihre Stärken auszuspielen und am Telefon zu verkaufen. Richard Manso und Max Mackin interviewten sie später und sagten, sie habe den "Faktor X", und boten ihr die Stelle an.

Im Oktober 2005 begann Emily Heap als Trainee Personalberaterin im Londoner Büro von Computer Futures. Ihre erste Überraschung war, dass sie in einem Büro von fast 70 Mitarbeitern eine von drei Frauen war. Hinzu kam, dass die beiden Frauen in der Beratungsfunktion, mit denen sie zusammenarbeitete, dabei waren zu gehen. Das war für sie umso entmutigender. Sie sollte die einzige Frau im Londoner Büro von Computer Futures sein, die einzige Frau im Vertrieb, bis im weiteren Verlauf des Jahres weitere Frauen eingestellt wurden.

Emily Heap wollte beweisen, dass sie fähig war, den Job unabhängig von ihrem Umfeld, auszufüllen. Sie war um 8 Uhr früh im Büro und ging erst nach 20 Uhr nach Hause. Sie versuchte nicht nur, Personalberatung und die CRM-Systeme zu verstehen sondern auch, ihre Ängste zu überwinden. In dieser Funktion bei Computer Futures ging es auch darum, dass sich Emily Heap als Person weiterentwickelte.

Die Leiter emporsteigen

Emily Heap stieg innerhalb eines Jahres vom Trainee zur Beraterin auf. Sechs Monate später hatte sie sich bewiesen und wurde zur Senior-Beraterin befördert. Innerhalb von 18 Monaten sah sie, wie ihr Selbstvertrauen zunahm. Sie richtete sich in einem von Männern dominierten Vertriebsumfeld ein, verdiente ordentliche Honorare und entwickelte sich zum Vorbild für ehrgeizige Frauen, die in das Vertriebsteam kamen.

Innerhalb von zweieinhalb Jahren wurde sie zur Teamleiterin befördert. Sie hatte 5 Mitarbeiter in ihrem Team. Sie hatte Erfolg und ihr Team erzielte Umsatz.

2008 wurde Großbritannien von der Rezession getroffen. Emily Heap sah, wie die Personalberatung darunter litt. Die Kunden nahmen keine Einstellungen mehr vor, Budgets wurden eingefroren – Es war die schwierigste Zeit in ihrer gesamten Karriere. Aber sie wusste, es würde wieder besser werden. Sie hatte das beste Training in der Personalberatungsbranche erhalten. Sie wusste, dass das Geschäft von Computer Futures robust war, es hatte die vorige Rezession durchgestanden. Sie sah, dass viele Manager gingen und Berater kündigten, sie aber war loyal und harrte bei Computer Futures aus.

Befähigung und Diversität

2011 wurde Emily Heap dann zur Associate Business Managerin befördert und führte 14 Mitarbeiter. 2012 wurde sie zur Business Managerin für das Londoner Büro befördert und führte 21 Mitarbeiter.

Als Business Managerin traf sie eine bewusste Entscheidung, in ihr Team mehr Frauen einzustellen, da sie überzeugt war, dass ein ausgewogeneres Team ein besseres Team sei. In ihren über 10 Jahren in der Personalberatung hatte sie beobachtet, dass weibliche Beraterinnen allgemein (nicht durchweg) von Natur aus stärkere Fähigkeiten zur Kundenentwicklung aufweisen, während männliche Berater weniger risikoscheu sind und sich bei Verhandlungen wohler fühlen.

Die Perspektive von Emily Heap

Um diese Veränderungen besser zu verstehen, sprachen wir mit ihr und stellten ihr eine Reihe von Fragen:-

Worin liegen die Herausforderungen für Frauen in der Personalberatung?
"Ich meine, es ist besonders schwierig, Frauen für eine Arbeit in der IT-Personalberatung zu gewinnen. Die IT-Personalberatung wird auch extern von Männern dominiert und als nicht frauenfreundlich wahrgenommen. Ich wollte das ändern, wusste aber nicht, wie ich es anfangen sollte. Man riet mir, ein Buch von Cheryl Sandberg, CEO von Facebook, zu lesen. Nach der Lektüre des Buches eröffnete ich ein Twitter-Account und begann, über Frauen in der IT-Personalberatung und über Frauen in IT zu twittern.
Ich wurde zu einer Reihe von Veranstaltungen über Frauen in der Personalberatung eingeladen und konnte aus den Erfahrungen lernen, wie ich Frauen in meinem Team befähigen und wie ich die Idee verbreiten könnte.
Als Mitglied eines Lenkungsausschusses half ich bei der Organisation einer Veranstaltung für Frauen, die bei Computer Futures (London und Region Süd) arbeiten. Bei der Veranstaltung ging es um „Personal Branding“ [persönliche Markenbildung] mit einem externen Referenten zum Thema „Befähigung von Frauen“. Die Veranstaltung wurde ein gewaltiger Erfolg und machte es mir möglich, weiterzumachen und bei Computer Futures UK die Botschafterin für Frauen in IT zu sein.
Das war nicht die letzte Veranstaltung. Ich war dann eingebunden in die Organisation einer Veranstaltung gemeinsam mit „Dress for Success“, einer wohltätigen Einrichtung, die Frauen unterstützt, die häuslicher Gewalt ausgesetzt waren und Hilfe suchen, um ihr Leben neu zu ordnen. Es waren nicht nur die Frauen in der Beratungsfunktion, die Rat boten, auch männliche Berater zeigten Verständnis und halfen."
Worin liegen die größten Schwierigkeiten in der Personalberatung für eine Frau in der Beratungsfunktion?
“Meine größte Herausforderung war, eine Managementaufgabe bei Computer Futures zu übernehmen, wo ich eine von drei Frauen in der Funktion Business Manager bei CF UK war. Es gab natürlich nur eine kleine Gruppe Frauen in dieser Funktion, mit denen ich mich austauschen konnte.
Um das Beste aus meinem gemischt zusammengesetzten Team zu machen und um meine weitere Entwicklung zu fördern, musste ich meinen Kommunikationsstil anpassen, um von meinen männlichen Kollegen und Teammitgliedern verstanden zu werden.
Ich habe mich aktiv dafür eingesetzt, dem Geschäft zu helfen, den Wert von Diversität zu verstehen und die Botschaften herauszufiltern, um eine stärker auf Zusammenarbeit fußende Arbeitsumgebung zu schaffen und eine stärker inklusive Arbeitsumgebung zu fördern. Dazu habe ich Trainings für mein Team durchgeführt und mit dem Managementteam im Büro London gearbeitet.“
Was war Ihr größter Höhepunkt in der Personalberatung?
"Mein größter Höhepunkt war 2013 der Gewinn der Auszeichnung "Business Manager of the Year" [Süden und Westen).
Ich habe heute die größte Anzahl weiblicher Teammitglieder seit je, darunter das umsatzstärkste Teammitglied."
Gibt es etwas, was Sie Frauen raten möchten, die erwägen, in die Personalberatung zu gehen?
"Gehen Sie nicht mit einem Komplex in ein Unternehmen, Sie haben die gleichen Chancen wie jeder Andere.
Investieren Sie proaktiv in ihre eigene Weiterentwicklung
Erkennen Sie Ihre Stärken und spielen Sie sie aus."

Fußnote:

Emily Heap hatte die Unterstützung von Vicki Maloney, heute Director Operations bei SThree. Sie konnte Emily Heap in ihrer Karriere unterstützen und dabei helfen, einen Mentor zu finden.

Emily Heap ist heute Mentorin für eine andere Frau in der Manager-Funktion und hilft ihr bei ihrer Karriere. Sie ist heute Mitglied des Lenkungsausschusses für Diversität von SThree, der Muttergesellschaft von Computer Futures.