5 Tipps, wie man Führungskraft wird

Karriere machen steht bei vielen auf der To-Do-List, doch das ist leichter gesagt, als getan. Gerade am Anfang des Berufslebens haben viele Berufseinsteiger nur eine vage Vorstellung, was „Karriereleiter“ eigentlich bedeutet. Sie wissen nur, dass sie sich im Job weiterentwickeln wollen – vermeintlich am besten „nach Oben“. Dabei gibt es nicht den einen Weg für alle. Gerade die IT bietet vielfältige Karrierepfade in alle Richtungen – vertikal und horizontal. Wir haben fünf Tipps zusammengefasst, wie man sich auf eine Führungsaufgabe vorbereitet.

Tipp 1: Erkenne Dich selbst

Zunächst die gute Nachricht: Man kann die Karriere bis zu gewissem Grad selbst steuern und planen. Dazu sollte man mit einer Art persönlichen Inventur anfangen: Fragen Sie sich, welche Aufgaben Ihnen Spaß machen und wo Ihre Stärken liegen. Um diese zu finden, gibt es verschiedene Analysetools. Für den Anfang reicht bereits ein Online-Persönlichkeitstest zu den Big Five, also den fünf wichtigsten Persönlichkeitszügen: Stellen Sie beispielsweise fest, dass Sie eher introvertiert sind, wäre eine Position im IT-Consulting mit viel Kundenkontakt vielleicht nicht das Richtige. Ihre Stärken und Ziele sollten Sie bei jeder Jobsuche, mit jedem neuen Job, in jedem Personalgespräch festhalten und regelmäßig aktualisieren.

Auch eine Beurteilung von außen kann hilfreich sein – natürlich können Sie dazu zum Lifecoach gehen, aber auch ein spezialisierter Personalberater erkennt schnell, wo beruflich gesehen Ihr größtes Potenzial liegt und wo Sie Nachholbedarf haben.

Tipp 2: Viele Wege führen nach Rom

Erfahrene IT-Fachkräfte mit Leadership-Ambitionen sollten sich und ihr Umfeld zunächst selbstkritisch hinterfragen, ob sie tatsächlich Führungsstärke besitzen und ob der individuelle Führungsstil überhaupt in des betreffende Unternehmensumfeld sowie das entsprechende Team passen. Denn neben der klassischen hierarchischen Laufbahn – vom Junior-Informatiker bis zum IT-Leiter – gibt es eine ganze Reihe fachlicher Karrierewege, die ebenso spannende und vielfältige Möglichkeiten zum Aufstieg und der individuellen Selbstverwirklichung bieten. Daher steigen die Chancen auf immer spezialisierte Aufgabengebiete. Wer hätte vor 20 Jahren einen Stakeholder Manager für Software-Projekte gesucht?

Zugleich wird die „Luft nach oben“ bekanntlich dünner. Von daher macht es Sinn, nicht nur stur nach oben, sondern auch immer mal zur Seite zu sehen, besonders, wenn es nach oben nicht weitergeht. Das muss kein Stillstand sein, sondern kann eine Vertiefung der bestehenden Spezialisierung mit sich bringen. Und wer weiß, vielleicht wird aus dem Datenbank-Programmierer, der zum Big Data Analysten wurde – den es zuvor noch nicht gab – doch noch der Teamleiter BI mit einem eigenen Team.

Tipp 3: Primus inter pares

Heutzutage bemühen sich Unternehmen, Management demokratischer und menschlicher zu gestalten. Der Teamleiter wandelt sich vom Weisungsbefugten zum „Primus inter pares“, also zum Ersten unter Gleichen. Ein Teamleiter für Softwareentwicklung muss heute immer häufiger die Rolle des People Managers einnehmen und weniger die eines Autokraten. Dies gilt insbesondere für agil geprägte Teams und Strukturen.

Auch wenn Sie als Führungskraft natürlich fachliche Kenntnisse vorweisen müssen – das ist nur die halbe Miete. Mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar deutlich wichtiger, ist die emotionale Intelligenz. So ist es höchst individuell, wann Mitarbeiter am besten performen. Während mancher klare Anweisungen und eng definierte Arbeitspakete bevorzugt, arbeitet ein anderer besser, wenn man ihn einfach werkeln lässt. Nehmen Sie sich also Zeit, Ihre Menschenkenntnis zu schulen und den Umgang mit verschiedenen Charakteren zu üben. Menschen zu verstehen und entsprechend zu führen ist eine Kunst, die gelernt sein will.

Tipp 4: Früh übt sich, wer eine Führungskraft werden will

Womit wir beim Thema „Führung lernen“ sind: Wer von Anfang plant, irgendwann eine Führungsaufgabe zu übernehmen, sollte sich immer wieder damit beschäftigen. Bereits in der Schulzeit oder während des Studiums gibt es Gelegenheit, Führen und Verantwortung zu üben: Beispielsweise, indem man etwa eine Lerngruppe organisiert und leitet oder sich im Verein engagiert. Und bei Ihren ersten Jobs sollten Sie beherzt und proaktiv Verantwortung übernehmen: zur Einarbeitung von Praktikanten, Azubis oder erste kleinere (Teil-)Projekte. Auch ehrenamtliches Engagement wie CSR-Aktionen zu organisieren zeigt, dass Sie Verantwortung übernehmen wollen und können. So lernen Sie praxisbezogen, worauf es ankommt – delegieren, organisieren, kommunizieren. 

Tipp 5: Alles fließt

Ein bisschen Glück gehört aber dazu, wenn man eine Karriere im Management verfolgt. So viel man auch plant und so zielstrebig man arbeitet: Sie können nicht alles bestimmen. Selbst wenn Sie die richtigen Weichen stellen, sich Ziele setzen und kontrollieren – im Berufsleben läuft es oftmals anders, als man denkt. Doch keine Angst: Solange Sie die Augen offen halten, entdecken Sie auch Karrieremöglichkeiten, an die Sie vorher noch nicht gedacht haben. Wer nur starr einem Ziel hinterher läuft, dem fährt dieses am Ende vor der Nase davon, wie eine Straßenbahn. Bleiben Sie flexibel. Und geht es mal in der eigenen Firma nicht weiter, findet sich die erhoffte Perspektive vielleicht bei einem neuen Arbeitgeber. 

Sollten Sie eine Führungsrolle anstreben, steht Ihnen Computer Futures gerne unverbindlich mit fachlicher Expertise zur Verfügung: Der Autor des Artikels, Roman Hartung, ist Principal Recruitment Consultant bei Computer Futures und verantwortet den Bereich IT Executive Search & Strategic Positions. Er betreut Vakanzen auf Führungs- und Leitungsbene, z.B. als IT-Führungskraft (IT Leiter, Team-/Bereichsleiter, Projektleiter, etc.) und strategische IT-Positionen (Scrum Master, Product Owner, Requirement Engineers, IT Analysten, uvm.).

Kontaktieren Sie uns