Green IT: Chancen und Herausforderungen für Unternehmen

Green IT ist längst kein aktueller Trend mehr: Viele Initiativen setzen sich bereits für mehr Nachhaltigkeit in der IT ein. Dennoch ist nach einem Blick auf die Medienlandschaft das Thema dieser Tage kaum vertreten. Das neu entfachte Umweltbewusstsein der Gesellschaft könnte das ändern – denn klar ist, dass der Unternehmenserfolg zunehmend von deren Beitrag zur Umwelt abhängig ist. Doch was genau verbirgt sich hinter Green IT und vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmen? Wir haben die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

Worum geht es bei Green IT?

Green IT, auch Grüne IT genannt, beschreibt die nachhaltige Ressourcenplanung der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) eines Unternehmens. Dabei geht es neben der Verwendung leicht abbaubarer Materialien und Wiederverwendung generalüberholter Geräte vor allem um den Stromverbrauch von Daten- und Rechenzentren (inkl. Servern und Kühlaggregate), mobilen Endgeräten und PCs. Ein Beispiel: Ein PC ist heute so leistungsfähig, dass dieser beinahe so viel Strom benötigt, wie ein „Homecomputer“ vor ca. 30 Jahren.Green IT beschreibt den Ansatz, mehr Nachhaltigkeit in die IKT zu bringen und Unternehmen zum effizienteren Wirtschaften anzuregen.

Wo liegen die Herausforderungen?

Das Konzept von Green IT umzusetzen, stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Möglichkeiten sind unter anderem die Überprüfung der Serversysteme und Kühlaggregate. Allerdings scheitert die Umrüstung auf eine nachhaltigere IT oftmals an internen Gegebenheiten.

Ein häufiger Grund ist die fehlende übergreifende Gesamtstrategie. Insbesondere bei der Umsetzung eines Green-IT-Projekts, welches mehrere Abteilungen betrifft, ist eine klare Strategie vonnöten. Fehlt diese, führt es dazu, dass das Projekt den entgegengesetzten Effekt auslöst und die geplanten Maßnahmen und Ressourcen unkoordiniert eingesetzt werden. Die Folge davon ist eine hohe Ineffizienz und möglicherweise ein Hindernis für das gesamte Projekt. Ein weiterer Faktor ist, dass oftmals die Mitarbeiter zu wenig bis gar nicht in das IT-Projekt involviert werden, sodass weitere Schwierigkeiten hinzukommen: Sind die Mitarbeiter nicht von der Umrüstung für mehr Nachhaltigkeit überzeugt, ist die Gefahr groß, dass das Projekt scheitert. Denn die Arbeit ist nach der Umrüstung lange nicht vorbei, da sich erst dann der Erfolg zeigt.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Für Unternehmen bietet Green IT viele positive Aspekte. Sie führt nicht nur dazu, dass das Budget geschont wird, sondern hat zudem einen imagegebenden Effekt, der sich auf das gesamte Unternehmen überträgt. Das kann Auswirkungen auf die Umsatzzahlen haben und die langfristige Position am Markt beeinflussen. Insbesondere bei der jungen Zielgruppe nimmt der Umweltschutz und die dazugehörige Nachhaltigkeit einen sehr hohen Stellenwert ein, wie aktuelle Protestbewegungen und daraus resultierende Studien zeigen. Das können Unternehmen für sich nutzen und sich als umweltbewusstes Unternehmen aufstellen. Darüber hinaus kann das mit Zertifikaten nach verschiedenen Umweltstandards unterstrichen werden.

Fazit

Wie jedes IT-Projekt ist auch bei der Umsetzung eines Green-IT-Projekts eine höhere Belastung der internen Ressourcen unumgänglich. Zusätzlich ist das notwendige Fachwissen nicht zwingend im Unternehmen verankert oder die interne Struktur verlangt, dass ein außenstehender Experte zur Unterstützung hinzugezogen werden muss.

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Vgl. https://www.ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2015/03/wieviel-strom-braucht-das-internet.html (Stand 02.05.2019).

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