Ihr Karriereweg als IT-Experte – Gehalt, Ausbildung, Jobperspektiven

Der digitale Wandel schreitet weiter voran und erfordert in Unternehmen nicht nur ein Umdenken, sondern auch Know-how. IT-Experten sind deshalb gefragt wie nie. Doch wie verläuft der typische Karriereweg als IT-Profi und welche Gehalts- und Jobperspektiven warten auf Sie? Hier finden Sie Antworten.

Jobperspektiven für Informatiker sind sehr gut

Ein Blick auf die Zahlen der Arbeitsagentur in Deutschland zeigt, wie gut es um das Berufsfeld IT-Experte bestellt ist: So beträgt die Arbeitslosenquote unter IT-Fachkräften nur 2,7 Prozent.1 Diese Zahl deckt sich mit dem hohen Bedarf an IT-Fachkräften, der laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit vor allem in der Softwareentwicklung sowie in der IT-Beratung besteht.

Dieser hohe Bedarf erklärt sich vor allem aus dem Rückstand, den deutsche Unternehmen hinsichtlich Digitalisierung gegenüber dem internationalen Wettbewerb haben. So hatten laut Bundeswirtschaftsministerium Stand 2018 weniger als ein Drittel der deutschen Unternehmen die Digitalisierung auf ihrer Agenda und nur 39 Prozent der deutschen Firmen nutzte das Internet of Things (IoT).2 

Ein weiterer Aspekt befördert den hohen Bedarf an IT-Fachkräften: So hat die Corona-Pandemie bei vielen Unternehmen gerade im Bereich Remote-Arbeitskräfte zum Umdenken geführt. KMU im ganzen Land haben festgestellt, dass sie bei der digitalen Zusammenarbeit großen Nachholbedarf haben. Experten erkennen hier bereits einen Wandel in der Arbeitswelt, der strukturelle Anpassungen erforderlich macht.3

Für Informatiker ergeben sich durch den kontinuierlichen Ausbau von Digitalstrategien in deutschen Unternehmen sowie Strategiewechsel in Bezug auf Industrie 4.0, IoT oder Cloud Computing vielfältige Jobmöglichkeiten. IT-Fachkräfte müssen sich dabei nicht auf eine bestimmte Branche spezialisieren, da IT-Skills branchenübergreifend benötigt werden. Auch die Anforderungsbereiche für IT-Profis sind vielfältig. Sie reichen von IT-Sicherheit über Cloud-Technologie bis hin zu Mobile-Commerce oder Virtual Reality. Entwickler und Berater werden gleichermaßen benötigt. 

IT-Ausbildung: Studium kann Gehalt verbessern

Ein klassischer Weg zum IT-Experten führt über ein Studium. Zu den gefragten Studiengängen gehören Informatik oder Wirtschaftsinformatik. Auch ein Mathematik-Studium ist bei vielen IT-Profis der erste Schritt zur IT-Karriere. Für die spätere Einstellung spielt es dabei nicht zwingend eine zentrale Rolle, ob der Bewerber einen Master- oder Bachelor-Abschluss hat. Als Alternative zum Uni-Abschluss ist auch eine Ausbildung zum Fachinformatiker oder Informatikkaufmann möglich. 

Für Unternehmen ist es meist nicht relevant, ob Bewerber ein abgeschlossenes Studium oder eine abgeschlossene Ausbildung vorweisen können. Vielmehr geht es im IT-Bereich um Erfahrung, erworbene Skills und sehr gute Englischkenntnisse. Softwareentwickler erhalten z.B. nach ihrer Bewerbung meist eine Testaufgabe, die sie für den potenziellen Arbeitgeber entwickeln sollen. Anhand der Aufgabenbearbeitung und der gefundenen Lösung ist dann eine Entscheidung für oder gegen den Bewerber möglich. 

Auch wenn Erfahrung und Fähigkeiten im Fokus stehen, kann eine universitäre Ausbildung sich später im Gehalt niederschlagen. Vor allem die Einstiegsgehälter für IT-Profis mit Hochschulabschluss sind höher als die Einstiegsgehälter von IT-Experten mit Ausbildung.4 

Ihr Gehalt als IT-Experte: Attraktive Vergütung ist möglich

Die hohe Nachfrage nach IT-Fachkräften wirkt sich auch auf die Gehälter aus. Besonders begehrte Jobs für IT-Einsteiger gibt es in der Wirtschaftsinformatik sowie in der Hardwareentwicklung. Dort sind bis zu 47.000 Euro durchschnittlich für studierte Trainees möglich. Bei Einstiegsgehältern sind IT-Fachkräfte mit abgeschlossener Ausbildung im Nachteil. Sie verdienen im Mittel deutlich weniger als 30.000 Euro beim Berufsstart.5

Entscheidend für die Höhe des IT-Experten-Gehalts ist aber auch der Standort. Wie in anderen Branchen gibt es auch im IT-Sektor ein Ost-West-Gefälle. IT-Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern verdienen beim Berufseinstieg rund 6.000 Euro brutto weniger pro Jahr als ihre Kollegen in Nordrhein-Westfalen. Spitzenreiter bei IT-Gehältern für Berufsanfänger sind Baden-Württemberg, Hessen und Bayern, wo mehr als 48.000 Euro brutto pro Jahr im Durchschnitt gezahlt werden.6 Die Unternehmensgröße wirkt sich zusätzlich auf das Gehalt aus. In Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern wird im Durchschnitt an IT-Experten mehr gezahlt als in kleineren Firmen. 

Mit steigender Berufserfahrung sind schließlich höhere IT-Gehälter möglich. Junior-Informatiker kommen auf ein Bruttogehalt zwischen 40.000 und 50.000 Euro pro Jahr. Wer als Senior arbeitet, kann sein Gehalt auf über 80.000 Euro steigern. Auch hier spielen Standort, Branche, Berufserfahrung und Größe des Unternehmens sowie der Verantwortungsbereich eine zentrale Rolle. So sind auch Gehälter jenseits der 100.000-Euro-Grenze für IT-Experten mit viel Erfahrung möglich.

Fazit: Chancen ergreifen, Berufserfahrung sammeln und Gehaltschancen verbessern

Wer als IT-Experte Gehalt und Karriere im Blick behalten will, sollte vor allem an seinen Kenntnissen und seiner Erfahrung arbeiten. Denn mit dem Studium oder der Ausbildung ist die Weiterbildung noch lange nicht abgeschlossen. Somit ist eine kontinuierliche Weiterbildung eine wichtige Voraussetzung, um langfristig erfolgreich in der IT-Branche zu arbeiten. Doch auch jenseits des Gehalts bieten hohe Nachfrage und veränderte Arbeitszeitmodelle beste Voraussetzungen für IT-Experten. Sie können z.B. bei der Einstellung leichter Homeoffice mit Vertrauensarbeitszeit sowie weitere Benefits aushandeln. 

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Quellen: 

1 Vgl. https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Berufe/generische-Publikationen/Broschuere-Informatik.pdf

2 Vgl. https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digitalisierung.html

3 Vgl. https://t3n.de/news/corona-homeoffice-fuer-alle-1285752/

4 Vgl. https://www.academics.de/ratgeber/informatiker-gehalt

5 Vgl. https://www.absolventa.de/jobs/channel/it/thema/gehalt 

6 Vgl. https://www.get-in-it.de/magazin/gehalt/statistik