Remote Recruiting: So nutzen Unternehmen digitale Einstellungsprozesse sinnvoll

Die Corona-Pandemie hat Unternehmen im Bereich „Digitalisierung“ noch einmal verstärkt den Nachholbedarf aufgezeigt. Das gilt insbesondere auch für Einstellungsprozesse. Doch tatsächlich kann der Verzicht auf Remote Recruiting in der Corona-Zeit für Nachteile sorgen. Denn viele Arbeitnehmer und Freelancer suchen auch in der Krise nach dringend benötigten Fachkräften. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Digitalisierung von Einstellungsprozessen ankommt.

 

Vorteile von modernen Online-Einstellungsprozessen im Überblick

  • Unternehmen sparen Zeit und personelle Ressourcen
  • Die Ausrichtung auf den globalen Markt ist digital einfacher
  • Online-Recruiting entspricht eher dem Zeitgeist der Generation Y und Z und kann Arbeitgeber für diese Zielgruppe attraktiver machen (Stichwort „Employer Branding“ - lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel)
  • Ein Teil der Einstellungsprozesse lässt sich automatisieren und effizienter gestalten

Diesen Vorteilen stehen auch Nachteile gegenüber. Ein möglicher Nachteil besteht darin, dass überhaupt erst einmal die digitale Infrastruktur sowie ein Konzept für Remote Recruiting etabliert werden müssen. Doch tatsächlich ist das weniger ein Nachteil als ein notwendiger Schritt, wenn Einstellungsprozesse modernisiert werden sollen.

 

7 praktische Tipps für virtuelle Einstellungsprozesse

Damit auch digitale Prozesse reibungslos ablaufen, erfordert es ein Konzept bzw. einen Plan, den Firmen aufstellen sollten. Folgende Schritte können Ihnen dabei helfen:

  1. Suchen Sie nach passender Software für Videokonferenzen, um virtuelle Bewerbungsgespräche führen zu können. Wenn Sie bereits eine entsprechende Software für das Arbeiten im Homeoffice im Einsatz haben, wird diese sich in der Regel auch für Bewerberinterviews eignen. Empfehlenswert ist es auch, zwei Softwareprodukte zu verwenden. So haben Sie bei Ausfällen die Möglichkeit, auf ein anderes System für Videomeetings zurückzugreifen. Einen Überblick über einige Tools geben wir Ihnen in unserem Artikel.

  2. Etablieren Sie Videokonferenzen mit allen HR-Verantwortlichen für die vakanten Stellen. 

  3. Veröffentlichen Sie Stellenausschreibungen möglichst digital und bitten Sie Ihre Bewerberinnen und Bewerber, ihre Unterlagen am besten digital an Sie zu senden. Richten Sie idealerweise ein Bewerbungsformular ein. So haben Sie zentrale Daten übersichtlich an einer Stelle und können diese sofort vergleichen.

  4. Richten Sie automatisierte Absagen ein. Sollten Bewerbungen nicht zu den von Ihnen angeforderten Bewerberprofil passen, erhalten die Kandidatinnen und Kandidaten eine freundliche Absage per E-Mail.

  5. Erstellen Sie einen Plan für den digitalen Interviewprozess. In einem ersten Videointerview kann z.B. zunächst nur der oder die HR-Verantwortliche und der oder die Bewerberin anwesend sein. Dabei werden Soft Skills und Rahmenbedingungen geklärt. In der zweiten Runde werden die Kandidatinnen und Kandidaten schließlich von Mitarbeitenden mit Expertenwissen befragt. Hier geht es dann um Hard Skills und Fachwissen. Im letzten Schritt erfolgt die Vorstellung der geeigneten Kandidaten in der Runde der Entscheider virtuell. 

  6. Auch bei virtuellen Bewerberinterviews können Sie eine angenehme Atmosphäre schaffen. Verwenden Sie z.B. ansprechende Hintergründe für das Videomeeting und sorgen Sie für eine gute Kameraperspektive. Führen Sie das Interview an einem ruhigen Ort oder verwenden Sie z.B. ein Headset, das Hintergrundgeräusche ausblendet.

  7. Prüfen Sie vor jedem virtuellen Einstellungsgespräch, ob die Technik einsatzbereit ist. Nichts ist frustrierender für Kandidaten wie für HR-Verantwortliche, wenn Ton oder Bild nicht funktionieren. 


Nach dem virtuellen Interview ist vor der Einstellung

Wenn Sie bereits den Einstellungsprozess digital einrichten, liegt es nahe, dass Sie Ihren Mitarbeitenden auch anbieten, remote für Sie zu arbeiten. Deshalb sollte sichergestellt sein, dass z.B. auch das Onboarding sowie die spätere Arbeitsorganisation komplett digital ablaufen können.

Sie können z.B. bereits im Bewerbungsgespräch abfragen, ob die Kandidatin oder der Kandidat bereits Erfahrung mit Projektmanagement-Tools oder Videochatprogrammen hat bzw. welche Software er oder sie häufig nutzt. So lassen sich auch Onboardingprozesse einfacher gestalten, wenn z.B. die technische Einführung entfällt, weil das neue Teammitglied bereits die Basics kennt.

 

Arbeitgeber sollten sich auf Remote-Recruiting und -Onboarding vorbereiten

Die verstärkte Digitalisierung von Einstellungsprozessen wird vermutlich auch nach der Corona-Krise weitergehen. Denn spätestens jetzt haben viele Unternehmen die Vorteile von virtuellen Interviews und Bewerbungsverfahren kennengelernt und Zeit gehabt, ihre eigenen Prozesse zu digitalisieren. 

Wer seine HR bis jetzt noch nicht modernisiert hat, sollte langfristig denken und den Wettbewerbsvorteil im Kampf um die besten Talente nutzen. Computer Futures steht Ihnen gerne zur Seite, Ihnen die richtigen Fachkräfte mit der relevanten Expertise vorzustellen - egal ob Sie auf der Suche nach einem kurz-, mittel- oder langfristigen Ansatz sind. Kontaktieren Sie uns und lassen Sie sich umfassend und individuell beraten.

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