Auf der sicheren Seite: rechtskonforme Geschäfte im digitalen Raum

Geschäftsprozesse werden zunehmend vernetzter und es sind immer mehr Akteure – Menschen, Maschinen, Organisationen – involviert. Bei alldem darf nicht aus den Augen verloren werden, dass auch Geschäfte im digitalen Raum rechtskonform sein müssen. Der Einsatz von selbstsouveränen Identitäten (SSI) verhilft Ihnen als Unternehmer dabei, Personen, Unternehmen, Verbände und selbst Maschinen eindeutig und wiederverwendbar auszuweisen. Denn sichere digitale Identitäten bilden die Grundlage für vertrauenswürdige elektronische Geschäftsbeziehungen und für ein funktionierendes Internet-der-Dinge (IoT).

Der digitale B2B-Ausweis

Digitale Identitätsservices versprechen Abhilfe durch schnelle und kostengünstige Abwicklungen für unterschiedlichste B2B-Prozesse. Entscheidend für die Verlässlichkeit von digitalen Authentifizierungen ist die Qualität der bereitgestellten Daten – und die Bestätigung der Wahrhaftigkeit dieser Daten durch zertifizierte Unternehmen.

Es gibt verschiedenste Identifizierungsprozesse für die Abwicklungen von digitalen Geschäftsprozessen. Doch die derzeit begehrteste Stufe der Identitätsservices ist die selbstsouveräne Identität (SSI). Diese vereint, als bisher einziges Verfahren, zwei Vorteile: die Freiheit der flexiblen Anlage und Weitergabe von Identitätsattributen – wie Namen, Kontaktdaten, Log-in-Daten – bei gleichzeitiger Qualitätssicherung. Das bedeutet konkret: Hier gehören die wiederverwendbaren Identitätsdaten, die einmalig aufgenommen und anschließend von Dritten bestätigt werden können, allein dem Ersteller. Diese Verifizierung stellt eine gewisse Datenqualität sicher, je nachdem, ob auch der Prüfer qualitativ hochwertige, verifizierte Daten innehält. Das Resultat ist dann ein Netzwerk aus kleinen Dreiecksbeziehungen zwischen dem Identitätsersteller, einem Nutzer, dem die Daten vom Ersteller freigegeben werden, und jenem Prüfer, der die Daten und ihre Qualität bestätigt.

mySaveID: Prüfinstanz in der virtuellen Welt

In Europa unterliegen elektronische Vertragsabschlüsse allerhöchster Datenqualität. Die nötigen Voraussetzungen für sichere B2B-Geschäfte im virtuellen Raum schaffen Prüfungsinstanzen, die Verantwortung für Daten übernehmen. Dabei gilt zu beachten: Sogenannte Kernidentitäten – also Informationen, die bei Ihnen als natürliche Person auf Ihrem Ausweis stehen und bei einem Unternehmen als juristische Person im Handelsregister – dürfen digital nur von zertifizierten Unternehmen in bestimmten Qualitäten gemäß der eIDAS-Verordnung bestätigt werden. Dies leisten Bankinstitutionen zwar im Allgemeinen, übernehmen aber – ob im realen Leben oder im digitalen Raum – keine Verantwortung dafür.

Doch es gibt eine Lösung: mySaveID. Hierbei handelt es sich um einen Service, der als Vertrauensdienstleister die Erstellung und Verwaltung digitaler Identitäten ermöglicht und auch die Haftung für die von ihm geprüften Daten übernimmt. Der Identitätsservice bietet so eine Komplettlösung für vertrauenswürdige digitale Identitäten im B2B-Bereich: von der Erstellung und Verwaltung über die Freigabe der Identitätsdaten an Dritte bis hin zur Nutzung für qualifizierte elektronische Unterschriften. Eine komplexe technische Umstellung der Unternehmens-IT ist nicht nötig: mySaveID kann entweder als Programmoberfläche genutzt oder technisch voll in die Bestandssysteme der Unternehmen integriert werden. Neben geschäftlichen Transaktionen zwischen Personen kann die Technologie auch für die sichere Maschinenidentität im Umfeld von Internet-of-Things-Anwendungen genutzt werden. So nehmen digitale Identitäten eine Schlüsselrolle in der Digitalisierung von Wertschöpfungsnetzwerken ein – heute und in Zukunft.

 

Über den Autor

Dr. Lars A. Ludwig, Geschäftsführer targens GmbHDr. Lars A. Ludwig ist seit 2019 Geschäftsführer der targens GmbH und seit mehr als 25 Jahren Experte für Unternehmenssoftware im Finanzbereich. Mit seiner Leidenschaft für Innovation und Organisationsentwicklung wurde er im Jahr 2011 beim höchsten deutschen IT-Wettbewerb „CIO des Jahres“ prämiert. Er verfügt über ein breites Erfahrungsspektrum von KI-Forschung über Management Consulting bis zum Software Engineering insbesondere im Bereich Finanzdienstleistungen.