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Disclaimer: Bei diesem Beitrag handelt es sich um Informationen und Tipps ohne Gewähr. Die Inhalte entsprechen keiner fachlichen Beratung. Ausführliche Beratungen gibt es bei offiziellen Stellen, wie beispielsweise dem Bundesamt für Familie. 

Durch die Schwangerschaft und Geburt eines Kindes verändert sich meist das Leben von Müttern und Vätern komplett. Um Frauen in dieser besonderen Zeit zu schützen, gilt in Deutschland das Mutterschutzgesetz. Um Eltern die Möglichkeit zu geben ihr Kind zu betreuen und zu erziehen, kann Elternzeit beantragt werden. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick was während Mutterschutz und Elternzeit für Arbeitnehmer*innen gilt und welche Regelungen es gibt.

Mutterschutz - besonderer Schutz für Schwangere

Durch den Mutterschutz sollen werdende Mütter, die in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, und ihre Kinder besonders geschützt werden. In Deutschland gilt dafür das Mutterschutzgesetz.

Zum Mutterschutz gehören unter anderem folgende Punkte:

  • Schutz der Gesundheit am Arbeitsplatz
  • Besonderer Kündigungsschutz während Schwangerschaft und Mutterschutz
  • Beschäftigungsverbot in den Wochen vor und nach der Geburt
  • Ausgleich des Einkommens während des Beschäftigungsverbots

Außerdem soll durch den Mutterschutz mehr Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt geschaffen werden, indem ein besonderer Kündigungsschutz gilt und der Anspruch auf Mutterschaftsgeld besteht. Der Mutterschutz hat damit das Ziel arbeitenden Frauen mehr Rechte zu geben und das Arbeitsverhältnis während der Schwangerschaft zu regeln.

Mutterschutzfrist – wie lang gilt der Mutterschutz?

Die Mutterschutzfrist gilt sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin und acht Wochen nach der Geburt. In der Zeit vor der Entbindung steht es Arbeitnehmerinnen frei, ob sie arbeiten möchten oder nicht. In der Zeit nach der Geburt dürfen frisch gebackene Mütter jedoch nicht beschäftigt werden.

In besonderen Fällen kann sich die Mutterschutzfrist auf 12 Wochen nach der Geburt verlängern. Dazu zählt:

  • Eine Frühgeburt
  • Eine Mehrlingsgeburt
  • Bei der Feststellung einer Behinderung des Kindes innerhalb der ersten acht Wochen nach der Geburt

Für wen gilt der Mutterschutz?

Der Mutterschutz gilt für alle schwangeren Arbeitnehmerinnen, die sich in einem Beschäftigungsverhältnis befinden. Dabei ist die Art des Arbeitsverhältnisses nicht relevant und es werden beispielsweise auch Auszubildende und Teilzeitbeschäftigte geschützt.

Das Mutterschutzgesetz gilt nicht für:

  • Hausfrauen
  • Frauen, die ausschließlich selbstständig arbeiten
  • Frauen, die Organmitglied in einer Gesellschaft sind
  • Frauen, die Geschäftsführerin einer juristischen Person oder Gesellschaft sind und nicht überwiegend auch als Beschäftigte tätig sind

Mutterschaftsgeld – Finanzieller Ausgleich für berufstätige Mütter

Das Mutterschaftsgeld soll für einen finanziellen Ausgleich von berufstätigen Müttern während dem Mutterschutz sorgen und eine Benachteiligung von Frauen verhindern. Generell erhalten alle Schwangeren Mutterschaftsgeld, die bei Beginn der Schutzfrist mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind oder wegen der Schutzfristen kein Arbeitsentgelt erhalten.

Dazu zählen unter anderem:

  • Voll- oder Teilzeitbeschäftigte
  • Befristet und kurzfristig Beschäftigte
  • Studentinnen mit Nebenjob und Arbeitnehmerinnen mit Minijob
  • Arbeitnehmerinnen in Elternzeit

Rechte in Elternzeit und Mutterschutz

Diese besondere Zeit der Schwangerschaft geht mit einigen Rechten für werdende Mütter und Pflichten für deren Arbeitgeber einher. Für berufstätige Eltern gibt es nach der Geburt ihres Nachwuchs die Möglichkeit in Elternzeit zu gehen und so ihr Kind zu betreuen und zu erziehen. Wir geben Ihnen in unserer Infografik einen Überblick über die Rechte während Mutterschutz und Elternzeit.

Zur Infografik

Elternzeit – was genau ist das?

Elternzeit ist eine unbezahlte Auszeit für Mütter und Väter vom Berufsleben, um ihr Kind zu betreuen und zu erziehen. Alle Elternteile, die als Arbeitnehmer beschäftigt sind, haben einen gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit. Das Beschäftigungsverhältnis ruht währenddessen und kann nach der Elternzeit wieder aufgenommen werden. Eine Lohnfortzahlung erfolgt während dieser Zeit allerdings nicht, weswegen für den finanziellen Ausgleich Elterngeld beantragt werden kann.

Wie lange kann Elternzeit beantragt werden?

Grundsätzlich können Eltern bei jedem Kind drei Jahre Elternzeit beantragen. Wenn Mütter direkt nach der Geburt in Elternzeit gehen möchten, überschneidet sich die Mutterschutzfrist nach der Geburt und die Elternzeit. Die ersten beiden Monate nach Geburt, die noch unter die Mutterschutzfrist fallen, werden dann schon mit zur Elternzeit gerechnet. Die Elternzeit kann am Stück in den ersten drei Lebensjahren des Kindes genommen oder aufgeteilt werden. Je nach dem wann das Kind geboren wurde, sind zwei oder drei Zeitabschnitte möglich.

  • Maximal drei Zeitabschnitte bei Geburten ab dem 1. Juli 2015
  • Maximal zwei Zeitabschnitte bei Geburten vor dem 1. Juli 2015

Generell kann die Elternzeit bis einschließlich zum Tag vor dem 8. Geburtstag des Kindes beantragt werden. Um als Elternteil in Elternzeit gehen zu können, sollte die Personalabteilung spätestens sieben Wochen vor Beginn darüber schriftlich in Kenntnis gesetzt werden.

Teilzeitarbeit während der Elternzeit?

Die Elternzeit nach der Geburt ist dafür gedacht, dass Eltern möglichst viel Zeit mit ihrem Nachwuchs verbringen können. Durch eine Teilzeittätigkeit können Eltern aber auch beruflich weitermachen. Den Wunsch nach einer Teilzeitbeschäftigung sollten Arbeitnehmer*innen ihrem Arbeitgeber zeitnah mitteilen. Ein Anspruch auf einen Teilzeitarbeitsplatz während der Elternzeit besteht, wenn: 

  • das Beschäftigungsverhältnis länger als sechs Monate besteht. 
  • der Betrieb mindestens 15 Mitarbeiter*innen beschäftigt hat.

Laut Gesetz dürfen Eltern während der Elternzeit 15-30 Stunden arbeiten. Durch die Elterngeldreform dürfen Eltern von Kindern, die ab dem 01. September 2021 geboren sind sogar 32 Stunden arbeiten.

Fazit

Eine Schwangerschaft und das Elternwerden ist für Arbeitnehmer/innen eine herausfordernde und aufregende Zeit. Das Mutterschutzgesetz sorgt dafür, dass Mütter in den Wochen vor und nach der Geburt geschützt sind und auf dem Arbeitsmarkt nicht benachteiligt werden. Für viele Eltern ist Beruf und Familie eine Herausforderung. Durch die Möglichkeit zur Elternzeit, sowohl für Mütter und Väter, können Eltern Zeit mit ihrem Nachwuchs verbringen. 

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