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Unternehmen haben es sich mehr und mehr zur Aufgabe gemacht sich als möglichst attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und ihren Mitarbeitern unterschiedliche Anreize zu bieten, um sie langfristig an die Firma zu binden. Durch die anhaltende Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Wirtschaftskrise mussten sich jedoch sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber zusätzlichen Herausforderungen stellen: Die Umstellung auf Homeoffice, die teilweise nötige Kurzarbeit, der Wandel des Führungsstils oder das Krisenmanagement im Allgemeinen.

Als Folge sind die Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung zum Teil stark in den Hintergrund gerückt. Dabei lohnt es sich gerade jetzt zukunftsorientiert zu handeln, um für eine Zeit nach der Pandemie mit guten und qualifizierten Beschäftigten durchstarten zu können. Im folgenden Artikel informieren wir Sie umfassend über die Vorteile, Herausforderungen und Möglichkeiten der Mitarbeiterbindung.

 

Mitarbeiterbindung ist Aufgabe der Führungskräfte

In einer Studie von Compensation Partner gaben ca. 39 Prozent der Befragten an, in ihrer beruflichen Laufbahn bereits drei bis sechs mal gekündigt zu haben.Gründe dafür waren unter anderem die fehlende Wertschätzung durch den Chef (45%), keine Aufstiegsmöglichkeiten (38,4%) und Überlastung durch zu viel psychischen Druck (20,6%). Davon wünschen sich mehr als 50 Prozent eine ehrliche und offene Kommunikation, attraktive Leistungsanreize und Aufstiegschancen sowie eine hohe Wertschätzung ihnen gegenüber. In unserer „So arbeitet Deutschland”-Studie gaben 73 Prozent der Befragten an, dass sie sich ihre Arbeitszeit frei einteilen möchten. Vor allem der neuen Generation ist die Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeiten und ein attraktives Arbeitsumfeld von hohem Wert. Mehr zur „So arbeitet Deutschland”-Studie erfahren Sie hier.

 

Warum ist Mitarbeiterbindung wichtig?

Reisende sollte man nicht aufhalten” - Ein Zitat, dass bei mangelnder Mitarbeiterbindung gern als Begründung genannt wird. Die Mitarbeiterbindung ist keine leichte Aufgabe und nicht jede Führungskraft ist dem gewachsen. Viele von ihnen sind mit der Arbeit selbst stark überfordert und stehen oft unter großem Druck und Stress. Lesen Sie hier unseren Artikel zum Thema „5 Tipps, um Burnout am Arbeitsplatz zu vermeiden". Dadurch verschlechtert sich die Kommunikation mit den Mitarbeitern. Diese wiederum fühlen sich eingeschüchtert, verlieren die Leidenschaft am Arbeiten oder leiden ebenfalls unter stressbedingten Gesundheitsproblemen.

Im Folgenden listen wir Ihnen Faktoren auf, weshalb Führungskräfte sich intensiv damit beschäftigen sollten, ihre Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen zu binden:

Personalbeschaffungskosten

Die Suche nach neuen Talenten, das Onboarding sowie die unbesetzte Stelle selbst kostet das Unternehmen Zeit und Geld. Die durchschnittlichen Fluktuationskosten belaufen sich pro Stelle auf ca. 14.900€.2 Je besser die Mitarbeiterbindung ist, desto weniger Mitarbeiter verlassen das Unternehmen und desto weniger Kosten für unbesetzte Stellen kommen auf das Unternehmen zu.

Verbessertes Employer Branding

In Zeiten von Bewertungsportalen, Fachkräftemangel und dem War for Talents ist ein gutes Image auf dem heutigen Arbeitsmarkt wichtiger denn je. Sind im Unternehmen positive Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung vorhanden, sind die Arbeitnehmer zufrieden und tragen das an die Außenwelt weiter. So stärken Sie automatisch das Employer Branding Ihrer Firma.

Langfristiger Erfolg

Mitarbeiter sind das höchste Gut eines Unternehmens. Besonders bei Dienstleistern hängt die Zufriedenheit der Kunden und damit der Ruf fast ausschließlich von dessen Arbeitnehmern ab. Aber auch in der Produktion ist die Leistung jedes einzelnen Mitarbeiters ausschlaggebend für den Erfolg des Produktes und damit des Unternehmens. Wer gute Arbeitnehmer gefunden hat, sollte diese möglichst lange an sich binden. So bleibt wertvolles Know-How in der Firma und geht nicht an die Konkurrenz verloren.

 

7 Tipps, wie Sie Ihre Mitarbeiterbindung stärken

Seit einigen Jahren ist neben dem finanziellen Anreiz auch das Image des Unternehmens ein wichtiger Faktor geworden, um Mitarbeiter an sich zu binden. Das Employer Branding lässt sich jedoch durch die folgenden sieben attraktiven Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung verbessern.

1. Wertschätzung

Häufig neigen Führungskräfte dazu, die Fehler eines Mitarbeiters herauszustellen, da gute Leistungen häufig als Standard und selbstverständlich genommen werden. Die Folge: Mitarbeiter haben das Gefühl, dass ihr Engagement und ihre harte Arbeit nicht anerkannt werden. 

Gut platzierte sowie konstruktive Kritik sind an mancher Stelle natürlich notwendig und effektiv, doch wenn ein Mitarbeiter oder ein Team gute Arbeit erbracht hat, sollte das entsprechend wertgeschätzt werden. So haben Mitarbeitende das Gefühl, dass ihr Beitrag zum Erfolg des Unternehmens wahrgenommen wird und sie ein wertvolles Mitglied des Teams sind. Langfristig führt dies zu einer erhöhten Produktivität und einer gesteigerten Leistung.

2. Flexible Arbeitszeiten

Die Work-Life-Balance ist in den letzten Jahren ein sehr wichtiger Faktor für Arbeitnehmer geworden. Immer mehr Unternehmen bieten deshalb flexiblere Arbeitszeitmodelle an: Gleitzeit, Homeoffice oder Teilzeitarbeit. Gerade in dem von  Krisen geprägten Jahr 2020 war Homeoffice eine vielfach genutzte Regelung. Dabei haben die Unternehmen festgestellt, dass sie dadurch keine Nachteile erleiden. Ganz im Gegenteil: Die Mehrheit der Mitarbeiter sind im Homeoffice nicht nur zufriedener, sondern auch produktiver. 

Vertrauen Sie der Arbeitsethik und Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter und überlassen Sie ihnen die Verantwortung für ihre Position und lassen Sie sie flexibel arbeiten.

3. Klar definierte Karrierepfade

Ein wesentlicher Faktor für eine hohe Fluktuation sind mangelnde Karrierechancen und Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen. Die Möglichkeit zur Weiterentwicklung beeinflusst bei vielen Beschäftigten maßgeblich die Entscheidung für oder gegen ein Unternehmen oder ihre längerfristige Beschäftigung dort. 

Bieten Sie Ihren Mitarbeitern Entwicklungsperspektiven an. Unterstützen Sie sie zum Beispiel im Ausbau ihrer Kompetenzen, erweitern Sie die Aufgabenfelder oder übertragen Sie ihnen mehr Verantwortung. In Mitarbeitergesprächen können Sie außerdem persönliche Zielvereinbarungen treffen, die gegebenenfalls an motivierende Bonuszahlungen knüpfen und ihnen Feedback zu ihren Fortschritten und ihrem Karriereverlauf geben.

4. Klare, offenen Kommunikation und regelmäßiger Austausch

Mitarbeiter wissen es nachweislich zu schätzen, wenn sich ihr Vorgesetzter die Zeit nimmt, sich ihr Anliegen anzuhören. Wenn die Führungskraft ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter hat und bereit ist, gemeinsam mit ihnen an einer Lösung zu arbeiten, haben sie das Gefühl, verstanden und als Teil des Teams wahrgenommen zu werden. 

Planen Sie daher mehrere kürzere, informelle Gespräche über das Jahr verteilt. Diese geben Ihnen regelmäßig Aufschluss über die aktuelle Zufriedenheit der Mitarbeiter, was gut läuft und was hingegen ausbaufähig ist. 

Zusätzlich sollten Sie Transparenz schaffen. Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter wenn möglich in Entscheidungsprozesse mit ein und klären Sie sie frühzeitig über Entscheidungen auf. Durch diesen Austausch an Informationen fühlen sich die Mitarbeiter in ihrer Meinung wertgeschätzt und danken es Ihnen mit Loyalität.

5. Gutes Arbeitsumfeld

Das Büro sollte ein Ort sein, an dem sich Ihre Mitarbeiter wohlfühlen und produktiv arbeiten können.Schaffen Sie eine produktive Arbeitsumgebung, in der Arbeitnehmer gerne ihrem Job nachgehen. 

Ein gut beleuchteter Arbeitsplatz – im besten Fall ergonomisch ausgestattet – bildet bereits eine gute Grundlage. Zudem sollten Mitarbeiter alle Arbeitsmaterialien an ihrem Arbeitsplatz zur Verfügung stehen. Auch die Versorgung mit Wasser, Kaffee, Snacks oder Obst trägt zur Performance und Kreativität bei. Schaffen Sie die Möglichkeit kleiner Auszeiten: Ob nun durch eine Terrasse, Teeküche oder einen Aufenthaltsraum. In solchen kleinen Pausen werden die Energiereserven aufgetankt, sodass die kleine Arbeitsunterbrechung durch eine nachfolgend gesteigerte Produktivität ausgeglichen wird.

6. Förderung und Weiterbildung

Der Mensch hat das Bedürfnis, sich dauerhaft weiterzuentwickeln und zu verbessern. Die stetige Aus- und Weiterbildung der eigenen Belegschaft ist ein wichtiges Instrument zur Mitarbeiterbindung. Denn wer sich sicher sein kann, dass er beruflich nicht nur gefordert, sondern auch gefördert wird, hat gute Gründe, den Job nicht zu wechseln. Im besten Fall sollte die Planung der Laufbahn durch Führungskräfte und Mitarbeiter gemeinsam erfolgen. So wissen beide Seiten, welche Ziele und Wünsche es gibt und es kommt zu keinen Missverständnissen.

7. Teambuilding-Maßnahmen

Herrscht eine gute Stimmung im Team, kann man das auch an der individuellen Leistung erkennen. Ist die Beziehung zu den Kollegen gut, kommt man morgens gerne zur Arbeit und ist motivierter. Das Ganze mündet am Ende in höherer Produktivität. Als Arbeitgeber sollten Sie daher versuchen, eine gute Atmosphäre zu fördern. Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten: Von Betriebsausflügen über Firmenfeiern bis hin zu Aktionen wie dem wöchentlichen Mittagessen beim Italiener um die Ecke oder das interne Wetten bei der Fußball-WM. Besprechen Sie dies mit Ihren Mitarbeitern. So können Sie ebenfalls mehr über sie erfahren und eine Vertrauensbasis schaffen.

 

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Quellen:

Vgl.: https://www.compensation-partner.de/de/news-und-presse/umfrage-deswegen-kundigen-beschaftigte-ihren-job (Stand 12.01.2021). 

Vgl.: https://www2.deloitte.com/content/dam/Deloitte/at/Documents/consulting/at-deloitte-fluktuationsstudie-2019.pdf (Stand 12.01.2021).