businessman-reading-a-document.jpg

Vom remote Bewerbungsprozess, über Homeoffice bis hin zum kandidatengetriebenen Arbeitsmarkt: Klar ist, dass sich in den Jahren 2020 und 2021 viel verändert hat – auf Arbeitnehmer*innen- und Arbeitgeberseite. 

Mit einem genauen Blick auf die Entwicklungen und HR Trends lässt sich schnell feststellen, dass allein aus Effizienzgründen viele Neuerungen einen langfristigen Bestand haben werden. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Fachkräftemangels sind zudem weitere Umstellungen seitens der Arbeitgeber gefragt. Doch wie wird sich das Recruiting nach den passenden Fachkräften weiterentwickeln und was muss von Unternehmensseite unternommen werden, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden? In diesem Artikel blicken wir auf die top fünf Recruiting Trends, die insbesondere bei der Suche und Einstellung von IT-Expertinnen und IT-Experten relevant sind.

1. Remote Hiring 

Seit Jahren bewerben sich Arbeitnehmer bereits auf digitalem Weg bei den Unternehmen. Neu, aber bereits fixer Bestandteil, ist das Bewerbungsgespräch in virtueller Form: Es zeigt sich deutlich, dass das Kennenlernen und Beurteilen von Bewerber*innen per Videokonferenz zeitsparender und - insbesondere für ein erstes gegenseitiges Abklopfen - absolut ausreichend ist. Wichtig dafür ist die richtige technische Ausstattung, um störungsfrei dem Recruiting-Prozess nachgehen zu können. 

Ermöglichen Arbeitgeber bzw. die zu bearbeitenden Aufgaben remote Work, haben Unternehmen zudem die Option, landesweit nach geeigneten Mitarbeiter*innen - wie IT-Expert*innen - zu suchen. Insbesondere im IT- und Technologiebereich gibt es zahlreiche Berufe, die ein ortsunabhängiges Arbeiten erlauben. 

2. Hiring von Softskills

Hardskills sind nicht alles: In Zeiten von internationaler Zusammenarbeit und dem (virtuellen) Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen sind Softskills unabdingbare Treiber für eine gelungene Kollaboration. Insbesondere im IT-Bereich ist es alleine durch die gängige, einheitliche englische Sprache, ein häufiger Fall, dass Personen mit den unterschiedlichsten Hintergründen aufeinandertreffen. Die Herausforderung im Recruiting wird jedoch schnell deutlich, denn Softskills können anders als fachliche Kenntnisse nicht so einfach beigebracht bzw. erlernt werden. 

Stichwort „Cultural Fit“: Das Unternehmen selbst muss klar definiert haben, welche Werte es vertritt und wie das Miteinander gestaltet werden soll, unabhängig davon, ob es sich um den Umgang mit bzw. unter Festangestellten, Freelancern oder Experten in der Arbeitnehmerüberlassung handelt. Mit der Bestimmung der Werte kann auch festgehalten werden, wie geeignete Bewerber*innen für ein Unternehmen denn überhaupt definiert werden. Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Artikel „Cultural Fit ist ganz entscheidend – auch bei externen Experten“.

3. Bewusstes Zusammenkommen

Circa 30 Prozent der Arbeitnehmer arbeiten pandemiebedingt aus dem Homeoffice. Ein Experte des Ifo-Instituts schätzt sogar, dass etwa 56 Prozent der Beschäftigten über alle Branchen hinweg zumindest zum Teil aus dem Homeoffice heraus arbeiten könnten.1

Und: Es hat sich gezeigt, dass Homeoffice viele neue Möglichkeiten in der Gestaltung des Alltags von Arbeitnehmern hervorgebracht und dies zu neuer Flexibilität bei der Planung des Tagesablaufs geführt hat. Der Gang ins Büro bzw. die Anmeldung für das Büro will daher inzwischen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gut überlegt sein. 

Recruiting Trends in der IT-Branche | Computer Futures

Gerade vor dem Hintergrund muss das Büro neu interpretiert werden um z.B. die hybriden Arbeitsmodelle langfristig etablieren zu können – denn trotz aller Entwicklungen ist klar, dass das Office auch nicht vollkommen wegzudenken ist. Die Räumlichkeiten müssen in Zukunft viel mehr zu einer Begegnungsstätte für die Mitarbeitenden werden. Diese sollen Möglichkeiten zur Absprache bestimmter Themen auf der einen Seite und die Stärkung des Teamgefüges und den Zusammenhalt auf der anderen Seite bieten. 

4. Employer Branding 

Für Arbeitnehmer*innen sind Geld, Benefits und Diversity-Initiativen bei der Auswahl des potenziellen Arbeitgebers nicht alles. Sie sind so gut informiert wie noch nie und suchen einen Arbeitgeber, der ihren Werten entspricht. Gerade im IT-Bereich sind die Experten*innen gut miteinander vernetzt und tauschen sich über die Unternehmen und deren Kultur aus. 

Potenzielle Bewerber*innen sind an einem authentischen Bild des Arbeitgebers interessiert und möchten ihre klare Vorstellungen gesehen wissen. Das heißt für Arbeitgeber ganz klar: Investitionen in die Außendarstellung tätigen, vor allem auf kritische Stimmen im Netz reagieren und erreichen, dass sich potenzielle Mitarbeiter*innen ein realistisches Bild von der Unternehmenskultur und den Unternehmenswerten machen können. Das Ziel: neue, hochqualifizierte Fachkräfte für sich gewinnen, eine gute Candidate Experience schaffen und dabei die Fluktuation so gering wie möglich halten.

5. HR in der Schlüsselrolle 

Die HR-Abteilung ist oftmals das Schlusslicht, wenn es um die Adaption von neuen Techniken oder einen Wandel geht. Doch im Rahmen der Recruiting Trends wird deutlich, dass HR die Schlüsselrolle für die agile Transformation spielt bzw. spielen sollte. 

Mit neuen Ansätzen können sie Führungskräfte und Mitarbeiter*innen auf dem Weg mitnehmen und schaffen es so, auf den stetigen Wandel schneller – agiler – reagieren zu können. Denn klar ist, dass moderne Arbeitsweisen wie mithilfe von Scrum oder Kanban längst nicht nur für die Softwareentwicklung, sondern für die meisten Bereiche eines Unternehmens interessant ist. 

Der Blick über den Tellerrand

Zusätzlich zu den genannten Trends ist das Thema rund um Diversität und Inklusion zu nennen. Dabei sollte dies weniger als Trend an sich betrachtet werden, sondern als fester Bestandteil einer modernen Unternehmenskultur, die darüber hinaus die Werte und Vorstellungen von Unternehmen prägt. 

Blickt man auf die Wünsche von Bewerberinnen und Bewerbern, zeigt sich zudem schnell, dass diese vermehrt an „soften Faktoren“ interessiert sind, die ein Arbeitgeber bieten sollte. Dazu zählen unter anderem Punkte wie ethische Standards, Gleichberechtigung der Geschlechter oder Engagement für Vielfalt und Inklusion. Daraus entstehen ferner auch neue Rollen wie die des Chief Diversity Officers.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Suche nach den passenden Fach- oder Führungskräften oder möchten Sie sich grundsätzlich zu unseren Leistungen und Möglichkeiten austauschen? Dann treten Sie jetzt gleich mit uns in Kontakt und lassen Sie sich von unseren erfahrenen Personalberatern zu Ihrer individuellen Situation informieren! 

Computer Futures bringt seit 35 Jahren erfolgreiche Unternehmen mit den passenden IT-Fach- und Führungskräften zusammen. Dabei haben wir immer den Blick auf die aktuellen Trends und nutzen unsere Spezialisierungen in den einzelnen Fachgebieten, um uns mit Ihnen und den Bewerbern auf Augenhöhe unterhalten zu können. 

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf!

 

______________________________________________________________________________________________________

Quelle: 

Vgl.: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/corona-homeoffice-105.html (Stand: 17.01.2022).