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Der Lebenslauf sollte den Umfang von zwei DIN-A4-Seiten nicht überschreiten. Daraus ergibt sich, dass Sie bei der Angabe der Informationen kurz und bündig vorgehen und selektieren müssen. Die Informationen lassen sich auf verschiedene Art und Weise formatieren, einschließlich der chronologischen bzw. umgekehrt chronologischen Reihenfolge. Diese Formate werden weiter unten auf dieser Seite dargestellt.

Die perfekte Formatierung eines Lebenslaufs 

Gleich welches Format Sie wählen, die gute Lesbarkeit des Lebenslaufes muss stets gegeben sein. Zur Aufteilung des Inhalts sind eindeutige Überschriften zu verwenden, darüber hinaus müssen sich die Angaben zu Ihrer Person am Anfang des Lebenslaufes befinden. Die Schriftart muss gut lesbar und universell gebräuchlich sein, z. B. Arial, wobei der Wert des Schriftgrads nicht kleiner als 10 sein darf.

Treffen Sie den richtigen Ton

Nach der Strukturierung des Inhalts des Lebenslaufes sind Sprachstil und Grammatik zu überprüfen, die im Einklang mit den Vorschriften hinsichtlich der Lebenslauferstellung zu stehen haben. Die Verwendung des angemessenen Sprachstils verleiht einem Lebenslauf Überzeugungskraft und trägt zur guten Verständlichkeit des zu vermittelnden Inhalts durch den Leser bei.

Wortwahl

  • Um sich selbst und die erreichten Ergebnisse zu beschreiben sind Begriffe zu verwenden, die positive Inhalte vermitteln.
  • Verwenden Sie einen Stil, der Ihnen auch liegt.
  • Bedienen Sie sich der entsprechenden Stichwörter, die auch Arbeitsvermittlungen und Personalverantwortliche verwenden
  • Bei der Suche nach Lebensläufen in Stellenbörsen und Datenbanken verwenden: sind Sie auf der Suche nach einer neuen Position als EDV-Leiter, empfiehlt sich statt „technischer Leiter“ die Verwendung des Begriffs „EDVLeiter“ in Ihrem Lebenslauf. Weniger ist mehr. – nicht drei Wörter verwenden, wenn eins ausreichend ist.
  • Die Sätze sollen kurz und verständlich sein. Zu komplexe und überlange Sätze können vom Inhalt ablenken; darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Arbeitsvermittlungen und Personalverantwortliche, die den Lebenslauf studieren, schnell das Interesse verlieren.

Tonfall

  • Stets seriös bleiben: umgangssprachliche Formulierungen und
  • Kraftausdrücke sind zu vermeiden.
  • Das Aktiv ist zu verwenden, das Passiv zu vermeiden. Das Aktiv verwendet Formulierungen wie „A tut B“; das Passiv verwendet Formulierungen wie „B wird [von A] ausgeführt“.
  • Im Aktiv wirkt der vermittelte Inhalt aussagekräftiger und überzeugender.
  • Durch passive Satzkonstruktionen werden Sätze bisweilen umständlich und verlieren an Aussage- und Überzeugungskraft.


Fachsprachen und branchenspezifische Kurzwörter

Verwenden Sie den branchenspezifischen Fachwortschatz. Dies trägt dazu bei, dass Arbeitsvermittlungen und Personalverantwortliche Ihren Lebenslauf bei Suchvorgängen nach Schlüsselwörtern auch auffinden können. Kommt es zu einer Verwendung technischer Fachausdrücke über das gebotene Maß hinaus, kann dies als überheblich empfunden werden und eher Verwirrung stiften als das bessere Verständnis zu fördern.

Verwendung der ersten Person Singular ohne persönliche Fürwörter

  • Dies bedeutet, keine persönlichen Fürwörter zu verwenden: An Stelle von
  • „Ich leitete ein fünfköpfiges Team“ wählen Sie die Formulierung „Leitung eines fünfköpfigenTeams“. Die Verwendung der persönlichen Fürwörter der ersten Person (ich, wir) ist zu vermeiden. Ihr Name steht bereits am Anfang des Lebenslaufes. Arbeitsvermittlungen und Personalverantwortliche wissen daher, mit wem sie es zu tun haben.
  • Die Verwendung der persönlichen Fürwörter der dritten Person (er, sie) ist zu vermeiden, sofern Sie über sich selbst sprechen, da dies den Anschein der Wichtigtuerei erweckt.


Wortwahl: weniger ist mehr

  • Artikel (der/die/das, ein/eine) sind nach Möglichkeit zu vermeiden. In einem Lebenslauf kommt der Wortanzahl eine große Bedeutung zu. Gehen Sie sparsam damit um und langweilen Sie den Leser nicht mit überflüssigen Formulierungen. Anstelle von „zuständig für die Finanzplanung“ ist die Formulierung „zuständig für Finanzplanung“ zu verwenden.
  • Die Verwendung von Hilfsverben (haben, dürfen, könnten) ist zu vermeiden. Diese Begriffe sind der Aussagekraft von Behauptungen, sowie der Glaubwürdigkeit abträglich. Anstelle von "habe verwaltet" ist "verwaltete" zu verwenden.
  • Die Verwendung der verschiedenen Formen des Vollverbs „sein“ (bin, ist, sind, war, waren) ist zu vermeiden, da sie die Sätze bisweilen umständlich machen. Wählen Sie „Daten sortiert“, anstelle von „Daten wurden sortiert“.

Die Verwendung der Zeitformen muss einheitlich sein.

Das ständige Wechseln der Zeitformen ist zu vermeiden:

  • Beziehen Sie sich auf Ihren derzeitigen Arbeitsplatz, ist das Präsens zu verwenden.
  • Bei der Schilderung früherer Arbeitsplätze ist die entsprechende Vergangenheitsform zu verwenden.

Vermeiden Sie typische Fehler

Vermeidung typischer Fehler in Lebensläufen

  • Die bloße Aufzählung der bisherigen Arbeitsplätze ist unzureichend; es ist stets auch eine kurze und präzise Beschreibung der jeweiligen wesentlichen Aufgabenbereiche und Ergebnisse anzugeben.
  • Der Lebenslauf muss durchgehend einen professionellen Eindruck machen. Persönliche Daten zu Religionszugehörigkeit, Eltern und Geschwistern oder Einzelheiten der Grundschulzeit sind keine obligatorischen Bestandteile eines Lebenslaufes.
  • Die Angabe von Studiengängen/Lehrkursen, die nicht im Zusammenhang mit der Position, für die Sie sich bewerben, stehen, ist zu vermeiden.
  • Die übertriebene Darstellung der eigenen Kompetenzen und Kenntnisse ist zu vermeiden. Unwahre Behauptungen im Zusammenhang mit Ihren Fähigkeiten können Ihnen bei Vorstellungsgesprächen, wo Sie weiter zu diesen Behauptungen befragt werden, peinliche Momente bescheren.
  • Es genügt nicht, lediglich die Rechtschreibkorrekturfunktion zu verwenden. Bitten Sie stattdessen einen Freund oder ein Familienmitglied Ihren Lebenslauf für Sie gegenzulesen.
  • Der Lebenslauf darf keine unkommentierten Lücken enthalten; erklären Sie stets, was es mit den Lücken auf sich hat und seien Sie auf weitere diesbezügliche Fragen gefasst.
  • Stellen Sie erbrachte Leistungen in den Mittelpunkt, anstatt lediglich die jeweiligen Aufgabenbereiche Ihrer Arbeitsplätze darzustellen.
  • Damit Personalvermittler und Unternehmen Ihren Lebenslauf finden, muss er die maßgeblichen Schlüsselwörter beinhalten. Ein Lebenslauf kann noch so gut formuliert sein; wenn er nicht aufzufinden ist, trägt er nichts zu Ihrer erfolgreichen Stellensuche bei.

Wie Sie auch online gefunden werden

Um Ihren Lebenslauf optimal zu nutzen, sollten Sie ihn auch in Online-Stellenbörsen und auf den Internetauftritten von Arbeitsvermittlungen platzieren. Bei der Online- Platzierung eines Lebenslaufes gibt es verschiedene Methoden, um die Auffindbarkeit sicherzustellen, sodass potentielle Arbeitgeber und Personalvermittler Sie hinsichtlich in Frage kommender Positionen auch kontaktieren können.

Gute Auffindbarkeit des Lebenslaufes in Lebenslauf-Datenbanken

Haben Sie mit einer Arbeitsvermittlung zu tun, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihr Lebenslauf in die entsprechende Datenbank aufgenommen wird; darüber hinaus sollten Sie Ihren Lebenslauf jedoch auch in den zahlreichen Datenbanken der auf dem Markt befindlichen Stellenbörsen platzieren.

Die Suche von Personalvermittlern nach Kandidaten geschieht unter Verwendung von Schlüsselwörtern, mithilfe von Suchvorgängen in Datenbanken. Soll ein Lebenslauf auffindbar sein, muss er die entsprechenden Schlüsselwörter beinhalten.

  • Verwenden Sie deskriptive Begriffe - Suchmaschinen suchen nach konkreten Begriffen und Wortverbindungen.
  • Überprüfen Sie die Anzahl der Schlüsselwörter in Ihrem Lebenslauf. Basierend auf der Anzahl der im Lebenslauf vorkommenden Schlüsselwörter werden die Suchergebnisse in der Reihenfolge der Eignung angezeigt.
  • Schlüsselwörter, die nicht von Belang sind, gilt es zu vermeiden – die Kompetenzen und die Arbeitserfahrung sollten sich allen, die den Lebenslauf kurz überfliegen, eindeutig erschließen.
  • Oftmals suchen Personalvermittler lediglich nach aktuellen Lebensläufen. Um den eigenen Lebenslauf auf dem neuesten Stand zu halten, ist er monatlich neu hochzuladen.
  • Die im Lebenslauf enthaltenen Schlüsselwörter müssen mit der Branche, in der Sie arbeiten, mit den Produkten, mit denen Sie sich beschäftigen, sowie mit Fachsprachen, Kurzwörtern und technischen Fachwörtern, Stellenbezeichnungen (insbesondere dann, wenn die Stelle sich mit mehr als einer Bezeichnung wiedergeben lässt), Fachgebieten, kurzen Unternehmensbeschreibungen, sowie mit Systemen und Prozessen, im Zusammenhang stehen.
  • Die bloße Aufzählung von Schlüsselwörtern im Lebenslauf ist in jeder Hinsicht unzureichend. Schlüsselwörter sind zur prägnanten und intelligenten Darstellung der ausgeführten Tätigkeit, bzw. der Art und Weise, wie die Tätigkeit ausgeführt wurde, zu verwenden.

Tipps zur Verbesserung des eigenen Online-Profils

Sind Sie eine Führungskraft, oder machen Sie auf Ihrer beruflichen Laufbahn stetige Fortschritte, stehen die Chancen gut, dass Ihr Lebenslauf mithilfe von Suchmaschinen mit dem Ziel der Überprüfung aufgesucht wird. Wie sichern Sie sich die Auffindbarkeit Ihres Lebenslaufes?

  • Blogs – legen Sie einen eigenen Blog an. Der Lebenslauf ist per Link mit dem Blog zu verbinden.
  • Kaufen und erstellen Sie Ihre eigene Webseite - Sie können sich auch eine eigene Domain kaufen. Hierbei empfehlen sich genaue Übereinstimmungen, z.B. „VornameNachname.com“ oder .org, .net, .co.uk, .org.uk. Universal-Suche von Google (Google Universal Search) - hierbei handelt es sich um ein neues Google-Merkmal, mithilfe dessen im Rahmen einer Google-Suche spezielle Suchergebnisse, wie Fotos, Bücher und PowerPoint- Elemente, angezeigt werden. Gestalten Sie Ihren Lebenslauf in PowerPoint um, können auch Sie dieses neue Online-Werkzeug zur Verbesserung der Online- Sichtbarkeit Ihres Lebenslaufes in Anspruch nehmen. Eine Vorschrift, die besagt, dass Lebensläufe nur in Word erstellt werden dürfen, gibt es nicht. Außerdem bietet PowerPoint bestimmte Darstellungsfunktionen an, die MS Word nicht aufweist.
  • Nach der Erstellung des PowerPoint-Lebenslaufes muss dieser so platziert werden, dass er für Suchmaschinen auffindbar ist. Ein guter Ausgangspunkt ist SlideShare (kostenfreier Service). Google durchsucht sämtliche sich auf SlideShare befindlichen PowerPoints Präsentationen. Da Google zuverlässig nach PowerPoint-Suchergebnissen sucht, müssten die an erster Stelle angezeigten Suchergebnisse zumindest einige Ihrer Schlüsselwörter aufweisen. Nutzen Sie diese Profilierungsmöglichkeit, um sich als glaubhafter Experte Ihres Spezialgebietes zu etablieren.
  • Ihr Lebenslauf lässt sich mithilfe von Google Docs (docs.google.com) hosten. Erstellen Sie zunächst ein Benutzerkonto und laden Sie dann Ihren Lebenslauf hoch. Danach lässt sich der Lebenslauf problemlos verlinken. Auch die im Zusammenhang mit Ihrem Lebenslauf stehende Zusammenarbeit mit anderen Benutzern ist möglich. Sie können die Google-Auffindbarkeit Ihres Lebenslaufes einstellen, Ihren Lebenslauf unmittelbar auf der Seite einer Website einbetten, oder Ihr Google-Dokument im Internet publizieren. Damit Arbeitsvermittlungen und Personalverantwortliche Ihren Lebenslauf online auffinden, ist er zur Indexierung der Suchmaschine Google freizuschalten (wählen Sie die Freigabe-Option „Öffentlich im Web“). Sogar ein kundenindividueller bitly-Link zum Lebenslauf lässt sich erstellen, der Ihnen die Freigabe Ihres Lebenslaufes und die Nachverfolgung der auf den Lebenslauf erfolgten Klicks erleichtert.
  • YouTube – ist Ihre Persönlichkeit Ihr größter Vorzug, könnte eine Vorstellung auf YouTube eine gute Idee sein. Ein Video-Lebenslauf vermittelt Arbeitgebern ein Bild Ihres Auftretens und Ihrer Persönlichkeit. Dennoch ist bei diesem Schritt Vorsicht geboten: schließlich möchten Sie nicht aufgrund Ihrer Fehler zur Youtube- Berühmtheit werden!

Lebenslaufcheckliste

Vor dem Versand oder dem Hochladen eines Lebenslaufes empfiehlt sich der gründliche Abgleich mit unserer kurzen Lebenslauf-Checkliste. Bedenken Sie, dass Ihr Lebenslauf eines Ihrer kostbarsten Werkzeuge ist, das als Türöffner fungiert und Ihnen das ausschlaggebende Vorstellungsgespräch sichern kann. Vor dem Versand an potentielle Arbeitgeber muss der Lebenslauf daher fehlerfrei sein.

  • Sind die Angaben zu meiner Person auf dem neuesten Stand und gut sichtbar?
  • Ist die Lesbarkeit des Lebenslaufes gut und die Struktur gelungen?
  • Werden meine wichtigsten Kompetenzen und meine wesentliche Arbeitserfahrung klar hervorgehoben?
  • Sind Rechtschreibung und Grammatik korrekt?
  • Wird der angemessene Tonfall verwendet?
  • Bietet der Lebenslauf eine Übersicht der wesentlichen Pflichten und Aufgabenbereiche sämtlicher früherer Positionen?
  • Ist der Lebenslauf auf die Stelle, der meine Bewerbung gilt, zugeschnitten?
  • Enthält der Lebenslauf etwaige Angaben, die nicht von Belang sind? Sofern dies der Fall ist, sind jene Angaben zu entfernen.
  • Würde ich meinen eigenen Lebenslauf lesen wollen?
  • Beinhaltet der Lebenslauf relevante Schlüsselwörter, sodass Arbeitgeber und Personalvermittler mich finden?